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| Eine Gesprächsrunde, die ihren Namen verdient... |
04. April 2005
Köln 04.04.05 - In Köln sind die Fahrradfahrer fast an einem Viertel aller Verkehrsunfälle beteiligt. Diese alarmierende Entwicklung hat die Kölner Polizei veranlasst, tätig zu werden. Angestrebt werden:
- ein dauerhaft verbessertes Klima der Verkehrsteilnehmer untereinander
- die Anzahl der Unfälle mit verletzten Radfahrern um 30% zu senken
- bei den Bürgern Zustimmung für präventive und repressive Maßnahmen zu bekommen, mit denen die angestrebten Ziele erreicht werden sollen
Am 04.04.05 findet im Polizeipräsidium Köln eine erste Gesprächsrunde unter der etwas sperrigen Überschrift “Bekämpfung von Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Radfahrern in Köln” statt.
Anwesend sind Vertreter der Stadtverwaltung (Amt für öffentliche Ordnung, Amt für Straßen- und Verkehrstechnik, der Fahrradbeauftragte und der Seniorenvertreter), der Polizei und etlicher freier Organisationen, die sich mit dem Thema befassen (ADAC, AvD, Verkehrswacht). Mit am Tisch sitzen auch der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club), die mfg und der VCD (Verkehrs Club Deutschland).
Die Runde kommt zu dem Ergebnis: Die Einsicht in die Notwendigkeit zum Handeln wird von allen geteilt. Die Bereitschaft der Teilnehmer zur Zusammenarbeit ist groß. Es sollen in nächster Zukunft ca. 10 Unfallschwerpunkte des Fahrradverkehrs öffentlich aufgearbeitet werden. Dort sollen Aktionen mit den Partnern stattfinden.
Wie das im Einzelnen aussehen wird, soll in einem Workshop geklärt werden, der schon bald stattfinden wird. Die mfg wird an dieser Stelle über den Fortgang berichten.
20. April 2005
Polizeipräsident Klaus Steffenhagen initiiert Expertenkreis "Velo2010: Sicheres Radfahren in Köln" Köln (ots)
Auf Initiative von Polizeipräsident Steffenhagen kam es Anfang des Monats zu einem Informationsaustausch mit Fahrradverbänden, Seniorenvertretern, der Stadt Köln und der Polizei zum Thema "Mehr Sicherheit im Radverkehr". Auf einem Workshop schlossen sich die Teilnehmer zum Expertenkreis "Velo2010: sicheres Radfahren in Köln" zusammen. Mit den ehrgeizigen Zielen · den Lebensraum Straße rücksichtsvoller und partnerschaftlicher von allen Verkehrsteilnehmern in Köln zu nutzen und Unfälle mit verunglückten Radfahrern um mindestens 30 % bis 2010 zu reduzieren will sich der Kreis gemeinsam für mehr Verkehrssicherheit in der Stadt engagieren. Als sofortige erste Maßnahmen wurden · Infostand Mülheimer Brücke durch ADFC, Mülheimer Fahrradgruppe, Polizei · Gemeinsame Fahrradstreifen im Universitätsviertel durch Stadt Köln und Polizei · Infostand Aachener Str./ Schmalbeinstr. durch Stadt Köln und Polizei · Infostand Aachener Str./Piusstr. durch ACE und Polizei · Infostand Albert - Magnus - Platz durch Seniorenvertretung und Polizei beschlossen, die noch in diesem Monat zum Teil im Rahmen der Aktion Frühlingszauber umgesetzt werden.
Neben den vielfältigen präventiven Maßnahmen, wie gemeinsame "Aufklärungsstände" an den Bennpunkten entlang der Universitätsstraße, der Aachener Straße und der Mülheimer Brücke werden Polizeibeamte mit Mountainbikes und Motorrädern besonders an belebten Kreuzungen auf Rotlichtverstöße und Fahren entgegen der Fahrtrichtung achten. Angehaltene Fahrräder werden auch auf Diebstahlsmerkmale untersucht um so Fahrraddieben auf die Spur zu kommen. Da ca. 60% der Radfahrunfälle durch PKW-und LKW-Fahrer verursacht werden, wird die Polizei Köln zusammen mit dem Amt 32 der Stadt Köln Geschwindigkeitskontrollen durchführen und das Parken auf Radwegen überwachen.
Klaus Steffenhagen: "Die Statistik zeigt, dass mit dem Frühling die Radfahrsaison auch in Köln beginnt. Wir wollen, dass mehr Partnerschaftlichkeit auf unseren Straßen Einzug findet und so langfristig auch die Zahlen der verunglückten Radfahrer deutlich sinken. Ich fordere alle auf, sich an diesem Ziel zu beteiligen. Wer Interesse hat, seine Erfahrung und sein Wissen im Expertenkreis mit einzubringen, ist herzlich eingeladen, sich an das Polizeipräsidium Köln, Direktion Verkehrsunfallbearbeitung zu wenden." Als feste Mitglieder gehören dem Kreis nun die folgenden Institutionen an: Stadt Köln: Amt für Straßen- und Verkehrstechnik/Fahrradbeauftragter, Ordnungsamt, Seniorenvertretung; Mülheimer Fahrradgruppe, Bund Deutscher Radfahrer Bezirk Köln e. V., Verkehrswacht Köln e.V., Automobilclub Europa, Verkehrsclub Deutschland, Allgemeiner Deutscher Fahrradclub
21. April 2005
Belehrung, nicht Bestrafung der Radfahrer, die die Mülheimer Brücke in der falschen Richtung befahren, ist das Ziel. Im Rahmen der Aktion "Velo 2010-Sicheres Radfahren in Köln" haben die Kölner Polizei, die Mülheimer Fahrrad Gruppe und der ADFC zusammengefunden. Bei strahlend schönem Wetter verweisen wir auf die vielen, in einem Fall sogar tödlichen Unfälle zwischen Radfahrern im "Falschverkehr." Von den Radfahrern hören wir die bekannten Argumente: Oft kennen sie die "richtigen" Auffahrten zur Brücke nicht, die Treppe ist zu steil, die (bekannten) Auffahrten sind zu umständlich, die Ausschilderung mangelhaft, etc., etc.
Wir ziehen ein positives Fazit aus der zweistündigen Aktion. Die Radfahrer sind bei einer freundlichen Ansprache durchaus einsichtig, die vorgebrachten Argumente aber auch stichhaltig. Die mfg legt in Kürze eine schriftliche Zusammenfassung aller Beobachtungen und Forderungen zur Radverkehrssituation zur Mülheimer Brücke vor. Dieser Sonnentag auf der Brücke war ein guter Tag, kann aber eine konkrete Beschäftigung und Verbesserung der Auf- und Abfahrten nicht ersetzen.
© Design: d.signz • Umsetzung: michael bloch it-solutions • Konzept: roHbau-pe.de
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