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26. Juni 2005
Aktionstag Velo2010 am 26.06. im Kölner Zoo. Bei schönem Wetter treffen sich die Partner von Velo 2010 und bauen ihre Stände und Attraktionen auf. Eine Bremswegdarstellung aus farbigen Stoffbahnen bringt viele Leute zum Nachdenken: So ein langer Bremsweg bei nur 50 Km/h? Nicht zu glauben! Einige Besucher haben Zeit für ein paar ernste Worte zur Verkehrssicherheit. Doch ist der Zuspruch bei den Mitmach-Sachen wie dem Fahrrad-Parcour eindeutig am größten. Denn ein Besuch im Zoo soll an erster Stelle Spaß machen. Das sieht die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung genau so. Sie geht sichtlich vergnügt ihrer Arbeit nach, wie man auf dem Foto sehen kann.
19. September 2005
Wenn die Bildzeitung berichtet, wird's schon mal etwas derber. So stellt der heutige Artikel darauf ab, dass viele Radler an ihren Unfällen selbst schuld sind. Auf den erläuternden Fotos verstossen alle abgebildeten Radfahrer gegen die Verkehrsregeln. Die Kölner Polizei wird mit dem Vorsatz zitiert, "mit der Aktion Sommerfrische die Radfahrer nicht nur zu kontrollieren, sondern Ihnen die Gefahren bewusst zu machen." Die Mülheimer Fahrrad Gruppe wird zitiert: "Es gibt zu wenig Radwege. Die Ampeltaktungen sind nur auf Autofahrer abgestimmt, nach Radständern sucht man oft vergebens. Wir sind für Verkehrszeichen-Unterricht für Radfahrer und die Räder sollten Kennzeichen bekommen, damit Halter in Schadensfällen belangt werden können."
Nun, wir haben einiges mehr gesagt, aber gegen "Wir sind Papst!", "Benzin-Wut!" und "Kanzler-Krieg" waren das ja schon richtig lange Sätze. Es ist unstrittig, dass es diese Rad-Rambos gibt. Aber wo sind die Berichte über Totwinkelraser, die völlig korrekt fahrende Radler über den Haufen fahren? Oder über Mörderbehörden, die Radwege abrupt enden lassen und den Radler in den fliessenden Autoverkehr spülen? Mit reisserischen Darstellungen zementiert man in den Köpfen Vorurteile, die sich nachhaltig zwischen eine sachliche Darstellung und vernünftige Lösung der Probleme stellen. (mfg/rb)
25. Oktober 2005
Fahrrad fahren – nur mit Licht! (Stadt Köln, Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Jürgen Müllenberg) Die Kampagne informiert über die Bedeutung der richtigen Beleuchtung am Rad. Der Herbst und die Wintermonate fordern von allen Verkehrsteilnehmern erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksicht. Gerade bei schlechten Sichtverhältnissen aufgrund von Regen, Dunkelheit und Schnee ist das Sehen und Gesehenwerden von besonderer Bedeutung. Leider sind in den “dunklen” Monaten erfahrungsgemäß immer viele Radfahrer ohne Licht unterwegs. Aus diesem Grund veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft “Fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in NRW” im Herbst dieses Jahres in 18 Mitgliedskommunen eine Mitmachaktion zur Fahrradbeleuchtung.
Den Auftakt macht die Kampagne am Dienstag, 25. Oktober 2005, in Köln. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft präsentieren dann ab 10 Uhr in der Hauptschule Baadenberger Straße in Neuehrenfeld eine so genannte “Black Box”. Darin ist eine abendliche Straßenszene nachgestellt. Die Schüler können auf einem fest montierten Rad in die Pedale steigen und damit eine Fahrradlampe aktivieren, die in die Box leuchtet. Durch ein Sichtfenster sehen die Schüler einige als Simulation erscheinende Radfahrer, die mit und ohne Licht unterwegs sind. So wird für den Betrachter erlebbar gemacht, dass Fahrradlampen nicht nur die eigene Fahrumgebung anstrahlen, sondern - mindestens genauso wichtig - für alle anderen Verkehrsteilnehmer auch als Positionsleuchten dienen. Die Stadt Köln unterstützt diese Aktion auch im Rahmen der Kampagne “Velo2010: sicheres Radfahren in Köln”.
Ziel von Velo2010 ist es, Fahrradunfälle um mindestens 30 Prozent bis zum Jahr 2010 zu reduzieren. Bei gemeinsamen Aktionen vor Ort mit der Kölner Polizei, dem ADFC Köln und weiteren Institutionen werden die Radfahrer auf die Gefahren durch falsches Verhalten im Straßenverkehr angesprochen. Die mfg zitiert in diesem Zusammenhang Norbert Schläger von der PR-Agentur P3: "Kinder sind oft noch besser zu überzeugen". Das ist wohl richtig so und läßt tief blicken: Der hoffnungsvolle akademische Nachwuchs rund um die Uni scheint gelegentlich die politische mit verkehrspolitischer Freiheit zu verwechseln. Eine Klappergurke zu fahren, ist nicht "chic" und hat auch nichts mit Existenzialismus zu tun. Kaputte Bremsen machen noch keine "dynamische" Persönlichkeit aus. Und auch die größte akademische "Leuchte" sollte zusätzlich noch Licht am Rad haben, oder nicht?
© Design: d.signz • Umsetzung: michael bloch it-solutions • Konzept: roHbau-pe.de
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