aus dem großen Strom der Nachrichten gefischt ...

15. Juli 2010
Schwerer Verkehrsunfall in Köln-Zollstock
Polizei Köln - Am Mittwochnachmittag (14. Juli) hat sich ein schwerer Verkehrsunfall in Zollstock ereignet. Gegen 17.45 Uhr fuhr der 43-Jährige Radfahrer auf dem Radweg des Hönniger Weges in Richtung stadtauswärts. Als der Radler eine Tankstelle passierte, fuhr zeitgleich eine 69-jährige Autofahrerin vom Gelände.
Dabei übersah die Chryslerfahrerin den von links kommenden Zweiradfahrer und es kam zum Zusammenstoß. Durch den Sturz wurde der 43-Jährige so schwer verletzt, dass er mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Die Autofahrerin erwartet ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung. (ad)
Kommentar: Der letzte Satz der Unfallmeldung rückt Unfall und Beteiligte da in's rechte Licht, wo Berichte oft einseitig zu Lasten der Radfahrer gehen. Denn mit "den Radler leider übersehen" ist die Geschichte eben nicht zu Ende erzählt. Die Fortsetzung "Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung" sollten vor allem die Autofahrer kennen .. (rb/mfg)

12. Juli 2010
7-Jährige gerät an Bushaltestelle unter Auto
(Polizei) - Mit einem Rettungshubschrauber musste am Montagmorgen (12. Juli) eine Grundschülerin (7) aus Köln - Godorf in eine Klinik geflogen werden. An der Bushaltestelle Friedhof Godorf war die 7-Jährige gegen 09.00 Uhr von einem silbernen Ford Mondeo angefahren und schwer verletzt worden.
Der Mondeo-Fahrer (27) war Zeugenangaben zufolge mit nur mäßiger Geschwindigkeit an dem stehenden Bus vorbeigefahren, als das Kind plötzlich auf die Straße lief. Trotz einer sofort eingeleiteten Vollbremsung konnte der 27-Jährige die frontale Kollision nicht vermeiden. Infolge des Aufpralls erlitt das Mädchen schwere Verletzungen. Der Ford wurde im Frontbereich leicht beschädigt, blieb aber fahrbereit.
Kommentar: Fährt man an einem Linienbus vorbei oder überholt ihn - wenn man es je nach Verkehrssituation überhaupt macht - muss man jederzeit mit querenden Passanten rechnen und sofort anhalten können. Das ist klar wie Schumi's Kinn. Wer in der Situation trotzdem ein Kind umfährt, war zu schnell. Aber was offenbar wichtiger ist: Die 7-jährige hatte angeblich ein Handy am Ohr und "der Ford wurde im Frontbereich leicht beschädigt, blieb aber fahrbereit." (rb/mfg)

10. Juli 2010
Autofahrer von Sonne geblendet
(BILD) - Ein 71 Jahre alter Radfahrer ist am frühen Samstag in Morsbach (Oberbergischer Kreis) von einem Auto frontal erfasst und getötet worden. Offenbar war der Autofahrer von der tief stehenden Morgensonne geblendet worden und hatte den Radler übersehen. An einer Kreuzung prallten sie aufeinander. Dabei wurde der alte Mann so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort starb. Der Autofahrer erlitt einen Schock.
Kommentar: Die "tief stehende Sonne" ist ein alltägliches Ereignis wie Regen und Dunkelheit. Jeder Verkehrsteilnehmer kennt das und sollte darauf vorbereitet sein. Trotzdem vermitteln die Unfallberichte den Eindruck, als sei die tief stehende Sonne eine Art höhere Gewalt und niemand ist schuld. Hier wiederholt sich das üble Muster der "Tote Winkel Unfälle." Nicht einmal für die einfachste aller Mahnungen ist Platz: Dass man auf auf keinen Fall weiterfahren darf, wenn man nichts mehr sehen kann. (rb/mfg)